Schul-Ratgeber

Schulhomepage: Baukasten oder Agentur? Der ehrliche Vergleich

Die Schule braucht eine neue Website, das Budget ist knapp, und im Kollegium fällt schnell der Satz: Das geht doch mit einem Baukasten. Stimmt, das geht. Ob es für Ihre Schule der richtige Weg ist, hängt von ein paar Fragen ab, die vorher selten jemand stellt. Hier sind sie, mit ehrlichen Antworten für beide Seiten.

Fakten geprüft: Oktober 2026 · Lesezeit rund 8 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

Ein Baukasten wie Wix, Jimdo oder IONOS ist der schnellste und günstigste Weg zur Schulhomepage: online an einem Nachmittag, je nach Paket rund 10 bis 35,- € im Monat, und um die Technik kümmert sich der Anbieter. Er passt, wenn die Website klein bleibt und eine Person sie pflegt. Eine Agentur kostet mehr und lohnt sich dort, wo Baukästen an Grenzen stoßen: bei vielen Seiten und vielen Redakteuren, bei Schulfunktionen wie Kalender und Anmeldungen und bei Barrierefreiheit und Datenschutz, die die Schule belegen muss. Entscheidend ist nicht der Preis im ersten Jahr, sondern wer die Website in fünf Jahren trägt.

Was ein Baukasten gut kann

Baukästen haben ihren Erfolg verdient. Sie wählen eine Vorlage, tauschen Texte und Bilder aus und sind am selben Tag online. Server, Sicherheitsupdates und Technik übernimmt der Anbieter.

Ein werbefreies Paket mit eigener Adresse kostet je nach Anbieter rund 10 bis 35,- € im Monat. Das ist planbar und passt in fast jeden Haushalt.

Für eine kleine Schulhomepage ist das eine vernünftige Wahl, etwa für eine Grundschule mit einer Handvoll Seiten, die eine Lehrkraft gern pflegt. Auch für den Förderverein, eine Projektwoche oder das Schuljubiläum reicht ein Baukasten oft völlig aus.

Wo Baukästen bei Schulen an Grenzen stoßen

Die Grenzen zeigen sich selten am ersten Tag. Sie kommen im zweiten oder dritten Schuljahr, wenn die Website gewachsen ist und mehr Menschen an ihr arbeiten.

  1. Die Struktur. Eine Schulhomepage wächst: Fachschaften, AGs, Ganztag, Termine, Downloads, Ansprechpartner. Baukästen denken in Einzelseiten. Steht eine Lehrkraft auf fünf Seiten, bedeutet jeder Wechsel im Kollegium fünf Änderungen.
  2. Viele Hände, wenige Rechte. An Schulen pflegen meist mehrere Menschen mit: Sekretariat, Fachschaften, Schulleitung. Feine Rechte, etwa dass die Fachschaft Sport nur ihre eigene Seite bearbeitet und die Schulleitung vor der Veröffentlichung freigibt, sind im Baukasten oft nur eingeschränkt oder erst in teureren Paketen möglich.
  3. Die Schulfunktionen. Ein Kalender, den Eltern abonnieren, die Anmeldung zur Skifahrt, der Vertretungsplan hinter dem Login: Was der Baukasten nicht mitbringt, gibt es nur über fremde Erweiterungen oder gar nicht. Jede davon ist ein weiterer Anbieter, der in die Datenschutzerklärung gehört. Welche Wege es für Termine und Vertretungsplan gibt, zeigt unser Ratgeber Termine, Vertretungsplan, Schulmanager.
  4. Die Barrierefreiheit. Öffentliche Schulen müssen ihre Website barrierefrei gestalten und eine Erklärung zur Barrierefreiheit veröffentlichen. Viele Baukästen haben hier aufgeholt, doch Vorlage und Quelltext bestimmt der Anbieter: Was er nicht barrierefrei liefert, kann die Schule nicht reparieren, verantwortlich bleibt sie trotzdem. Was genau gilt, steht in Barrierefreie Schulwebsite.
  5. Der Datenschutz. Die Schule braucht mit dem Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und muss wissen, wo die Daten liegen. Wix zum Beispiel sitzt in Israel, hat eine Tochtergesellschaft in den USA und verarbeitet Daten laut eigener Datenschutzerklärung weltweit. Das ist nicht automatisch unzulässig, gehört aber vor dem Start auf den Tisch Ihres Datenschutzbeauftragten.
  6. Der Umzug. Die Website lebt auf den Servern des Anbieters. Wix schreibt selbst, dass eine Wix-Website dort betrieben werden muss und externes Hosting nicht unterstützt wird. Texte und Bilder nehmen Sie mit, die Website nicht: Ein Wechsel bedeutet Neubau.

Was eine Agentur anders macht

Eine Agentur baut die Website für Ihre Schule, nicht aus einer Vorlage für alle. Das kostet mehr und lohnt sich genau dort, wo der Baukasten aufhört.

  • Struktur, die mitwächst: Lehrkräfte, Fachschaften, Termine und Downloads sind Datensätze. Sie ändern eine Stelle, und die Änderung stimmt überall.
  • Rechte nach Aufgabe: Die Fachschaft pflegt ihre Seite, das Sekretariat die Termine, die Schulleitung gibt frei.
  • Schulfunktionen aus einem Guss: Kalender, Anmeldungen und Schnittstellen zu Schulsystemen, im Design der Website und ohne fremde Fenster.
  • Pflichten, die sich belegen lassen: ein barrierefreier Aufbau, Hosting in Deutschland oder beim Schulträger, ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung, dazu Datenschutzerklärung und Erklärung zur Barrierefreiheit, die zur Technik passen.
  • Betrieb aus einer Hand: Updates, Sicherungen und Überwachung übernimmt die Agentur mit einem Wartungsvertrag, so wie beim Baukasten der Anbieter. Dazu kommt ein Ansprechpartner, der Ihre Website kennt. Warum Updates so wichtig sind, lesen Sie in Schulwebsite vor Angriffen schützen.

Auch bei der Agentur: Wem gehört die Website?

Nicht jede Agentur-Website gehört am Ende der Schule. Manche Anbieter vermieten die Website auf einem eigenen System: Sie zahlen monatlich, und wer kündigt, steht ohne Website da. Die Abhängigkeit ist dann dieselbe wie beim Baukasten.

Drei Fragen klären das vor dem Auftrag:

  • Wem gehört die Website nach dem Livegang, samt Inhalten, Datenbank und Zugängen?
  • Läuft sie auf einem offenen System wie WordPress, mit dem auch eine andere Agentur weiterarbeiten könnte?
  • Auf wen laufen Domain und Hosting? Die richtige Antwort lautet: auf die Schule oder den Schulträger. Warum, steht in Wer ist verantwortlich?

Was es wirklich kostet

In Euro gerechnet gewinnt der Baukasten fast immer. Sechs Jahre zu 25,- € im Monat ergeben 1.800,- €, und dafür baut keine Agentur eine Schulhomepage. Wer nur auf diese Zahl schaut, hat schnell entschieden.

Ein ehrlicher Vergleich rechnet aber drei Posten mit, die auf keiner Rechnung stehen:

  • Arbeitszeit: Im Baukasten gestaltet, baut und pflegt die Schule selbst. Diese Stunden kommen aus dem Kollegium, meist von einer einzigen Lehrkraft.
  • Folgekosten: Wächst die Schule aus dem Baukasten heraus, wird die Website nicht erweitert, sondern ersetzt. Den Neubau bezahlt sie dann trotzdem, nur ein paar Jahre später.
  • Verantwortung: Barrierefreiheit und Datenschutz verantwortet die Schule in beiden Fällen. Mit einer Agentur hat sie jemanden, der beides baut und dokumentiert.

Und was kostet die Agentur? Feste Preislisten sind bei Schulwebsites selten, weil die Vorhaben zu verschieden sind. Bei uns bekommen Sie Ihren Preis nach einem kurzen Gespräch, schriftlich, kostenlos und unverbindlich.

Auf Wunsch verteilen wir den Projektpreis auf zwei bis sechs Jahresraten ohne Aufschlag, die Betreuung kostet ab 480,- € netto im Jahr. Wie das genau funktioniert, steht auf unserer Seite Was kostet eine Schulwebsite? Fördermittel gibt es für die Website selbst in aller Regel nicht, mehr dazu in DigitalPakt 2.0.

Der Vergleich auf einen Blick

Beide Wege haben ihre Stärken. Die Tabelle zeigt, wo sie liegen.

Baukasten und Agentur für eine Schulhomepage im Vergleich, nach Kriterien.
KriteriumBaukastenAgentur
Startam selben Tagnach einigen Wochen, bei uns meist 4 bis 12
Kostenrund 10 bis 35,- € im MonatProjektpreis plus Betreuung, bei uns auch in Jahresraten
GestaltungVorlage, angepassteigener Entwurf für Ihre Schule
StrukturEinzelseitenDatensätze, die überall erscheinen
Redaktionwenige, grobe RollenRechte nach Aufgabe, Freigabe möglich
Schulfunktionenwas der Anbieter mitbringtnach Bedarf, auch Schnittstellen
Barrierefreiheitabhängig von Vorlage und Anbieterim Aufbau berücksichtigt
DatenschutzServerstandort je nach AnbieterHosting in Deutschland oder beim Schulträger
Technik und Updatesübernimmt der Anbieterübernimmt die Agentur mit Wartungsvertrag
Arbeit für die SchuleAufbau, Gestaltung und PflegeInhalte liefern und pflegen
Späterer WechselNeubauUmzug, wenn das System offen ist
Passt fürkleine Website, eine pflegende Personwachsende Website, mehrere Redakteure

Fünf Fragen für Ihre Entscheidung

  1. Wie groß ist die Website in drei Jahren? Zehn Seiten oder zweihundert?
  2. Wie viele Menschen pflegen mit? Eine Person oder Sekretariat, Fachschaften und Schulleitung?
  3. Welche Funktionen brauchen Sie? Kalender, Anmeldungen, geschützte Bereiche, Daten aus Schulsystemen?
  4. Wer belegt Barrierefreiheit und Datenschutz, wenn die Schulaufsicht oder ein Elternteil nachfragt?
  5. Was passiert, wenn die Person geht, die die Website heute betreut?

Lautet die Antwort meist „klein“, „eine Person“ und „brauchen wir nicht“, ist ein Baukasten eine gute Wahl. Je öfter „wächst“, „mehrere“ oder „wissen wir nicht“ fällt, desto eher lohnt sich eine Agentur.

Zwei Wege dazwischen

Manche Länder, Bildungsserver oder Schulträger stellen Schulen ein eigenes System für die Website bereit. Fragen Sie dort zuerst nach: Solche Angebote sind oft kostenlos, laufen aber nur so lange, wie der Betreiber sie anbietet. In Baden-Württemberg etwa hat BelWü das Webhosting für Schulen eingestellt, mehr dazu in Schulwebsite umziehen.

Der zweite Weg ist WordPress auf einem Fundament von uns, auf dem Ihre Web-AG oder ein technikaffines Kollegium selbst gestaltet. Wir liefern Technik, Datenmodell und den rechtlichen Rahmen, Sie das Design und die Inhalte. Wie das funktioniert, steht auf Schulwebsite selbst erstellen.

Unser Weg für Schulen

Wir bauen Schulhomepages seit 2009, und zwar auf WordPress, einem offenen System, mit dem jede andere Agentur weiterarbeiten könnte. Die Website gehört Ihrer Schule ab dem ersten Tag, samt Inhalten, Zugängen und Daten.

Kalender, Fahrtenanmeldung und den Kalender-Import aus Schulmanager Online haben wir selbst programmiert, Barrierefreiheit und Datenschutz sind fester Bestandteil und kein Aufpreis. Wie das aussieht, zeigt unsere Seite Schulhomepage erstellen lassen, mit einer Demo-Schule zum Durchklicken.

Und wenn ein Baukasten für Ihr Vorhaben die bessere Wahl ist, sagen wir Ihnen das im ersten Gespräch offen.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Darf eine Schule ihre Homepage mit einem Baukasten erstellen?

Ja. Kein Gesetz schreibt Schulen ein bestimmtes System vor. Die Pflichten sind aber dieselben: Impressum, Datenschutzerklärung, ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter sowie eine barrierefreie Website mit Erklärung zur Barrierefreiheit. Ob ein Anbieter passt, klären Sie vorab mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.

Was kostet eine Schulhomepage im Baukasten?

Ein werbefreies Paket mit eigener Adresse kostet je nach Anbieter rund 10 bis 35,- € im Monat (Stand Oktober 2026). Dazu kommen die Arbeitszeit für Aufbau und Pflege und gegebenenfalls Kosten für Erweiterungen.

Können wir später vom Baukasten zu einer Agentur wechseln?

Ja, aber die Website zieht nicht mit, sie wird neu gebaut. Texte, Bilder und Dokumente lassen sich übernehmen, bei vielen Seiten am besten automatisiert. Läuft die Domain auf die Schule oder den Schulträger, bleibt auch die Adresse erhalten.

Was kostet eine Schulhomepage von einer Agentur?

Das hängt von Umfang, Redaktion, Sonderfunktionen und Inhalten ab, deshalb nennen viele Agenturen ihren Preis erst nach einem Gespräch. Bei uns bekommen Sie das Angebot kostenlos und schriftlich, auf Wunsch verteilt auf zwei bis sechs Jahresraten ohne Aufschlag. Die Betreuung kostet ab 480,- € netto im Jahr.

Quellen

Preise und Bedingungen der Anbieter: Stand Oktober 2026. Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung.

Was kostet Ihre Schulhomepage?

Kein Pauschalpreis, sondern Ihr Preis: nach einem kurzen Gespräch, schriftlich und kostenlos, auf Wunsch in Jahresraten ohne Aufschlag.